Energy Trading & Origination

Betriebliches Ergebnis deutlich unter Vorjahreswert

In einem von sich angleichenden Preisen zwischen Italien und Zentraleuropa, teils hoher Volatilität und steigenden Preisen gekennzeichneten Marktumfeld agierte der Geschäftsbereich Energy Trading & Origination regional unterschiedlich erfolgreich.

Die EGL konnte im Handelsgeschäft das aussergewöhnlich gute Resultat des ersten Halbjahres 2009/10 nicht erreichen. Namentlich im grenzüberschreitenden Handel mit Italien fielen die Ergebnisse markant schwächer aus. Das betriebliche Ergebnis des Geschäftsbereiches Energy Trading & O rigination fiel daher mit CHF 27.5 Mio. klar tiefer aus als im Vorjahr (CHF 208.3 Mio.).

Spanien und Nordics: hohe Volatilität

Der iberische Markt erlebte im ersten Halbjahr 2010/11 steigende Preise und eine starke Volatilität am Spot- und am Terminmarkt. Die EGL nutzte diese Preisentwicklung dank guten Managements ihrer Handelspositionen und der eingegangenen Risiken zu ihrem Vorteil. Der Ausbau der Origination- Aktivitäten wurde fortgesetzt und die EGL startete erfolgreich mit dem Handel mit Biomasse.

Hohe Volatilität und stark steigende Preise eröffneten der EGL in den nordischen Märkten im ersten Quartal des Geschäftsjahres interessante Handelsmöglichkeiten. Im Zweiten Quartal stabilisierten sich die Preise auf hohem Niveau, während die Volatilität abnahm. Im Origination-Geschäft erzielte die EGL sowohl mit strukturierten Produkten als auch mit Dienstleistungen gute Erfolge.

Steigende Preise nach Unfall in Fukushima

In Zentral- und Osteuropa stiegen die Preise seit Oktober 2010 weiter an – forciert durch das vorübergehende Abschalten von sieben Kernkraftwerken in Deutschland nach dem Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima im März. Die EGL erzielte in dieser Region – vor allem in Frankreich, Benelux, Deutschland und Polen – Fortschritte im Bereich Origination.

Aus Effizienzgründen wurde der in Dietikon angesiedelte Energiehandel für Zentral- und Osteuropa mit dem grenzüberschreitenden Handel mit Italien in einem Handelszentrum zusammengefasst. Die Anstrengungen zum finanziellen Turnauround zeigen erste Ergebnisse, wobei die EGL die Kosten noch nicht im gleichen Masse senken konnte wie das Margenpotenzial in diesen Märkten abnahm.

Im teilweise geöffneten Schweizer Strommarkt hat sich die EGL als Spezialistin für energienahe Dienstleistungen etabliert und konnte bestehende Verträge verlängern sowie neue abschliessen. Sie trug als regelmässige Anbieterin dazu bei, die Liquidität im Systemdienstleistungsmarkt zu erhöhen. Aufgrund der Illiquidität des Schweizer Terminmarktes, konnten die Stromhandelsaktivitäten kaum erweitert werden. Gute Resultate wurden im Handel mit CO₂- und Grünen Zertifikaten erzielt.

Schwache wirtschaftliche Erholung in Italien

Italien erlebte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2010/11 eine schwache, aber konstante Erholung der Energienachfrage mit steigenden Preisen. Die EGL erzielte im Asset Trading ein gutes Ergebnis und der Absatz im Retail-Geschäft verlief zufriedenstellend. Der grenzüberschreitende Handel hingegen war beeinträchtigt durch die sich angleichenden Preise in Italien und in Zentraleuropa während des Winters und – noch akzentuierter – nach dem Unfall in Fukushima. Die EGL konnte weniger Opportunitäten nutzen und musste einen eigentlichen Margenzerfall bei dieser Art von Geschäften gewärtigen. Das Resultat im Handel über die Grenzen Italiens hinweg blieb daher deutlich unter jenem in früheren Jahren.

In der Handelsregion Grossbritannien wurden erste erfolgreiche Abschlüsse im Energiehandel und im Bereich Origination getätigt.

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